Google Pixel 11: Neue KI-Funktionen als Gamechanger.
Google stellt neue Pixel-Geräte vor, konzentriert sich aber auf KI-Funktionen
Der Internetkonzern Google hat am Mittwoch in New York seine neuen Modelle von Pixel-Smartphones und Pixel-Digitaluhren vorgestellt. Während die Geräte selbst nicht den größten Teil des Aufmerksamkeitsgebiets ausmachen, legt der Konzern deutlich mehr Wert auf die KI-Funktionen, die er in seine Produkte integriert hat.
Gemini, Googles eigenes KI-System, soll nun auch in den Pixel-Geräten eine wichtige Rolle spielen. Rick Osterloh, der Verantwortliche für das Hardwaregeschäft von Google, betonte, dass die Geräte „für Gemini-Intelligence entwickelt“ seien. Gemini bietetPixel-Nutzern proaktive Hilfe über Dutzende verschiedener Anwendungen hinweg.
Osterloh erläuterte, dass man Gemini nicht nur nach Informationen fragen kann, sondern auch um Aufgaben zu erledigen. Zum Beispiel könne die KI Aktivitäten mit Freunden organisieren und automatisch E-Mails mit Treffpunkt und Uhrzeit verfassen. Sie könne auch in einem Chat mit Freunden einen Tisch in einem Restaurant reservieren und eine Fahrgelegenheit bestellen.
Diese KI-Anwendungen werden von Google als „Game Changer“ bezeichnet, obwohl sie noch nicht von vielen Menschen genutzt werden. Osterloh betonte jedoch, dass die Geräte „deutlich mehr Datenschutz bieten als jedes andere Handy“. Dies ist bemerkenswert, da Apple regelmäßig darauf hinweist, dass es im Datenschutz führend ist.
Für die neuen Handys hat Google die Preise angehoben. Die Standardversion Pixel 11 hat jetzt einen Startpreis von 899 Euro, gegenüber den früheren 799 Euro beim Pixel 10. Auch die teureren Pro-Varianten kosten jeweils 100 Euro mehr.
Google selbst macht keine detaillierten Angaben darüber, wie die Pixel-Geräte sich im Verkauf entwickeln. Die mit ihnen erzielten Umsätze sind in einer Sparte mit anderen Produkten zusammengefasst. Hardware ist gemessen an den Umsätzen von untergeordneter Bedeutung für Google. Der Konzern macht den größten Teil seines Umsatzes mit Onlinewerbung, während das iPhone für rund die Hälfte des Gesamtumsatzes von Apple verantwortlich ist.
Obwohl Google mit seinen Pixel-Geräten nur einen Anteil von weniger als zwei Prozent am globalen Smartphone-Markt hat, setzt der Konzern weiter auf eigene Hardware. Das zeigt sich daran, dass es nach dem Vorbild von Apple ein Netzwerk von Geschäften aufbaut, in denen die Geräte verkauft werden. Im Moment gibt es zehn Google Stores in den Vereinigten Staaten und das erste Geschäft außerhalb seines Heimatmarktes wurde in Tokio eröffnet.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Google weiterhin an der Hardware-Produktion interessiert ist, auch wenn sie nur einen kleinen Marktanteil hat. Es bleibt zu sehen, ob diese Strategie langfristig erfolgreich sein wird und ob Apple tatsächlich ein faltbares iPhone vorstellen wird, wie es in der Branche weitgehend gerechnet wird.